Vespa 125 Hoffmann (A/HA/HB/HC)

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Hoffmann-Vespa 2000.jpg Hoffmann-Vespa 25000.jpg

Lange Zeit war gängige Meinung, dass es nur drei Modellvarianten der Vespa-Hoffmann gab. die Modelle HA, HB und HC. Aufgrund intensiver Recherchen und Nachforschungen von Matthias Hochberger, Andreas Gattwinkel und Thomas Knickmeier von der Hoffmann Rennstaffel konnten in den letzten Jahren weitere Modellvarianten gefunden werden.

Jakob Oswald Hoffmann (1896-1971) hatte nach dem 2. Weltkrieg aus einer Fahrradfabrik ein florierendes Motorradwerk erschaffen. Am 9. August 1949 unterzeichnete er den Lizenzvertrag mit der Piaggio & C. zum Bau und Vertrieb von Vespa-Motorrollern.

Am 13. März 1950 begann in eigens errichteten Werkshallen in Lintorf zwischen Düsseldorf und Duisburg die Fertigung der Vespa für den deutschen Markt. Weiterhin sicherte Hoffmann sich die Vertriebs- und Exportrechte für die nordwestlichen europäischen Länder Niederlande, Belgien und Dänemark.

Als Vorserie bzw. 1. Modellvariante wurden einige hundert Fahrzeuge (ab Fahrgestellnummer 1001) aus Pontedera nach Lintorf angeliefert. Diese italienischen V14-Modelle wurden dann zu Hoffmann-Vespas aus „umgelabelten“ italienischen V14 Modellen, die von Pontedera nach Lintorf bei Düsseldorf geschickt wurden. Diese besaßen noch die italienische Beinschildform, die oben konvex gerundet war. Diese Vorserie war noch mit einem Dell’Orto-Vergaser ausgestattet. Der Tacho wurde im Beinschild angebracht.


Bremspedal A-HA bis 1951

Mit Beginn auch der Rahmenfertigung in Lintorf erhielten die Beinschilder am oberen Rand die bis Ende 1953 für die deutsche Lizenzfertigung typische konkave Form mit leicht „herzförmigem“ Aussehen.Kennzeichnend für die 2. Modellvariante der HA bis 1951 war außerdem ein auf der Innenseite des Beinschilds angebrachter runder Tacho, der noch nicht verkleidete Rohrlenker mit Gestängeschaltung und ein kurzes Trittbrett, das nur bis zur Traversenschraube der Motorschwinge reichte. Die kurze Vorderradschwinge erhielt einen Reibungsdämpfer und bei den frühen Modellen war statt des hinteren Sattels ein einfaches Sitzkissen auf der Gepäckbrücke montiert. Das Rücklichtglas war rund und anfangs unter dem Kennzeichen befestigt. Das Bremspedal war aus Rundmaterial wie bei den italienischen Vespas bis zur V15T.

Lenkerverkleidung HA-HB ab 1951

Im Laufe des Jahres 1951 wurden nach und nach einige Neuerungen eingeführt, die dann zur 3. Modellvariante führten: der Lenker erhielt eine verchromte Verkleidung, die einen großen runden Tacho aufnahm, die Trittbretter wurden durch einfaches Ansetzen von Blechformstücken verlängert. Dabei wurden die sichtbaren Ansätze durch Gummiklötze als „Fussrasten“ für den/die Beifahrer/in kaschiert. Statt des rechteckigen Sitzkissens wurde nun ein zweiter Schwingsattel montiert und das Bremspedal erhielt die grundsätzlich bis zur Rally gängige Form. Das Rücklichtglas war nun oval.

Im Mai 1953 wurde im Verlauf der 3. Modellvariante der Reibungsdämpfer durch einen hydraulischen Stoßdämpfer ersetzt. Im Übergang gab es eine Sonderkonstruktion, bei der noch der Reibungsdämpfer mit einem Metallbügel an die bereits verlängerte Vorderradschwinge angebracht werden konnte.

Im selben Jahr wurde dann bei der 4. Modellvariante eine Seilzugschaltung eingeführt. Die Fahrzeuge mit dieser grundlegenden Umstellung wurden auf den Typenschildern immer noch mit „HA“, werksintern jedoch als „HB“ bezeichnet.

Bei der 5. Modellvariante wechselte die Position des Typenschildes (Bezeichnung HA) von unter der Gepäckfachbacke auf die rechte Seite in die Nähe des Fußbremspedals

Erst ab der 6. Modellvariante wechselte die Bezeichnung auf dem Typenschild von HA auf HB2.

Im Oktober 1953 wurde auf der IFMA das neue Modell HC, beworben als die „Königin der Motorroller“, als 7. Modellvariante vorgestellt, das sich in wesentlichen Teilen von den HA/HB-Modellen abhob. So war der Rahmen erstmals sickenlos, das Beinschild oben wieder wie bei den Italienern konvex gerundet, der Knick im Beinschild verlief weniger scharf, die Backen waren etwas runder geworden und motorseitig nun nicht mehr offen, sondern geschlitzt. Am Rohrlenker war nun ein Scheinwerfergehäuse für einen größeren Scheinwerfer Ø 135 mm, Ausschnitt für den Tacho und Zündschloss angebracht. Der immer noch vorhandene Scheinwerfer auf dem Kotflügel wurde zu einem Nebelscheinwerfer mit gelbem Glas, das Rücklicht war nun rechteckig und mit Bremslicht (bei den Italienern erst ab 1958!) ausgestattet. Weiterhin erhielt die Fahrzeugelektrik eine Batterie, die Brems- und Stand-/Stadtlicht versorgte. Die Backen wurden mit verchromten Steinschlagecken verziert, der Kotflügel mit einer ebenfalls verchromten Stoßstange. Wie es sich für eine Königin gebührt, war die vorrangig ausgelieferte Rahmenfarbe ein goldmetallic. Doch die für Hoffmann verhängnisvolle Neuerung, war die Weiterentwicklung des Motors. Piaggio bewarb nämlich 1953 sein aktuelles Modell mit einer Motorleistung von 5 PS, doch bei Messungen im Hoffmann-Werk an einem eigens aus Italien angelieferten Motor, stellte J.O. Hoffmann fest, dass tatsächlich nur 4,5 PS anlagen. Piaggio nahm dazu lapidar Stellung, dass eine Aufrundung der PS-Zahl in ihrem Ermessensspielraum liege. Da die Verkaufszahlen in Deutschland rückläufig waren, da die Konkurrenz stärker motorisierte Roller anbot, beschloss Hoffmann, für die „Königin“ auf eigene Faust einen Motor mit echten 5 PS zu entwickeln. Dies führte dann wegen Vertragsbruch zur fristlosen Aufkündigung der Lizenz durch Piaggio am 17. September 1954.

Nach Anmeldung des Vergleichs am 25. November 1954 infolge der Lizenzkündigung und resultierender Sperrung von Krediten durch die Banken, wurden aus der Konkursmasse noch die HB3 als 8. Modellvariante mit nun geschlitzter Motorbacke und die HC „Königin“ als 9. Modellvariante mit Pagusa-Sätteln in geringen Stückzahlen als „Reste-Hoffmanns“ bis März 1955 verkauft. Die nun ebenfalls mit sickenlosem Rahmen ausgestatte HB3 wurde dabei sogar noch in gedruckten Prospekten als „Modell 1955“ beworben.


Typengeschichte[Bearbeiten]

1. Modellvariante: ‘‘‘Vespa A’‘‘[Bearbeiten]

  • Sickenrahmen mit rundem Beinschild (konvex)
  • kurzes Trittbrett
  • offene Motorbacke
  • Tacho Ø 60 mm im Beinschild mit Winkelantrieb am Hinterrad
  • Gestängeschaltung
  • Fahrwerk vorne ohne Stoßdämpfer Lenkrohr/Schwinge ungedämpft
  • Soziuskissen
  • 4,2 PS Motor (italienisch)
  • Dell’Orto TA 17 [1]
  • 5 Liter Tank mit Benzinschieber
  • Scheinwerfer (mit Finne) Ø 95 mm auf dem Kotflügel
  • rundes / ovales Rücklicht

2. Modellvariante: ‘‘‘Vespa HA‘‘‘[Bearbeiten]

von 1950/1951, stammte dann aus der Fertigung und Produktion der Hoffmannwerke

Merkmale

  • Sickenrahmen mit nun „herzförmigem“ Beinschild (konkav)
  • kurzes Trittbrett
  • offene Motorbacke
  • Tacho Ø 60 mm im Beinschild mit Winkelantrieb am Hinterrad
  • Gestängeschaltung
  • Motor aus der deutschen Motorenfabrik ILO mit 4,5 PS
  • Auspuff „Fischblase“ oder auch „Entenschnabel“
  • HA kurze Schwinge mit Reibungsdämpfer
    Reibungsdämpfer und kurze Schwinge vorn (ab Fg.Nr. 8151)
  • 5 Liter Tank mit Benzinschieber und späterem Wechsel auf Dreiwegehahn (ab Fg.Nr. 4700)
  • Scheinwerfer (ohne Finne) Ø 95 mm auf dem Kotflügel
  • rundes / ovales Rücklicht

3. Modellvariante: ‘‘‘Vespa HA‘‘‘[Bearbeiten]

gebaut 1951-1953, erhielt jetzt ein anderes Aussehen

Merkmale

  • Sickenrahmen mit „herzförmigen“ Beinschild (konkav)
  • verlängertes Trittbrett mit Gummiklötzen
  • offene Motorbacke
  • Tacho Ø 80 mm, mittels einer verchromten Blende am Lenker befestigt, mit Winkelantrieb am Hinterrad
  • Gestängeschaltung
  • Reibungsdämpfer (Wechsel zum Stoßdämpfer ab Fg.Nr. 26960) [2]
  • zweiter Sattel
  • 4,5 PS Motor
  • 7 Liter Tank (ab Fg.Nr. 9831)
  • Frontscheinwerfer (ohne Finne) Ø 95 mm auf dem Kotflügel
  • Wechsel von Bing- auf Pallas-Vergaser (ab Fg.Nr. 18657)

4. Modellvariante: ‘‘‘Vespa HB‘‘‘[Bearbeiten]

gebaut ab 1953, entsprach bis auf wenige Details der 3. Variante der HA

Merkmale

  • Sickenrahmen mit „herzförmigen“ Beinschild (konkav)
  • verlängertes Trittbrett mit Gummiklötzen
  • offene Motorbacke
  • Tacho Ø 80 mm, mittels einer Blende am Lenker befestigt, mit Winkelantrieb am Hinterrad
  • Seilzugschaltung (ab Fg.Nr. 27181-28146 und ab 28380) [3]
  • Stoßdämpfer
  • zweiter Sattel
  • 4,5 PS Motor
  • 7 Liter Tank
  • Frontscheinwerfer (ohne Finne) Ø 95 mm auf dem Kotflügel

5. Modellvariante: ‘‘‘Vespa HB‘‘‘[Bearbeiten]

wurde auf der IFMA am 18. Oktober 1953 vorgestellt. Hoffmann brachte zeitgleich ein zweites Vespa-Modell (HC) auf den Markt, welches im 7. Modell näher beschrieben wird

Merkmale

  • Sickenrahmen mit „herzförmigen“ Beinschild (konkav)
  • verlängertes Trittbrett und durchgehende Trittleisten
  • offene Motorbacke
  • Lenker mit Aluvorbau und integriertem 4 Eck-Tacho (Abnahme in der Schwinge)
  • Seilzug geschaltet
  • Stossdämpfer
  • zweiter Sattel
  • 4,5 PS Motor
  • 7 Liter Tank
  • Frontscheinwerfer (ohne Finne) Ø 95 mm auf dem Kotflügel
  • Wechsel der Position des Typenschildes (Bezeichnung HA) von unterhalb der Gepäckfachbacke auf die rechte Seite in Höhe des Fußbremspedals

6. Modellvariante: ‘‘‘Vespa HB2‘‘‘[Bearbeiten]

ab Anfang 1954

Merkmale

  • Sickenrahmen mit „herzförmigen“ Beinschild (konkav)
  • verlängertes Trittbrett und durchgehende Trittleisten
  • offene Motorbacke
  • Lenker mit Aluvorbau integriertem 4 Eck-Tacho und 130 mm Hauptscheinwerfer
  • Seilzug geschaltet
  • Stossdämpfer
  • zweiter Sattel
  • 4,5 PS Motor
  • 7 Liter Tank
  • Frontscheinwerfer (Nebellampenfunktion) Ø 95 mm auf dem Kotflügel
  • Wechsel der Bezeichnung auf dem Typenschild von HA auf HB2

Ab diesem Zeitpunkt endete die Produktion der Sickenrahmen und der offenen Motorbacke (von Fg.Nr. 1001 bis ca. 34165 – letzte bekannte Nummer)

7. Modellvariante: ‘‘‘Vespa HC‘‘‘[Bearbeiten]

war das Modell 1954 (Fahrgestellnummer 100001-), im Volksmund wurde dieses Modell „Königin“ genannt

Merkmale

  • kein Sickenrahmen
  • langes Trittbrett und durchgehende Trittleisten
  • geschlitzte Motorbacke
  • Lenker mit Aluvorbau integriertem 4-Eck-Tacho und Hauptscheinwerfer Ø 130 mm am Lenker
  • Tachoantrieb vorne
  • Seilzugschaltung
  • Stoßdämpfer
  • zweiter Sattel
  • 4,5 und 5 PS Motor
  • 7 Liter Tank
  • Frontscheinwerfer (Nebellampenfunktion) Ø 95 mm auf dem Kotflügel
  • neue Typenschild-Bezeichnung HC
  • viereckiges Rücklicht
  • zahlreiche Chromanbauteile wie Steinschlag-Ecken und Stoßstange

8. Modellvariante: ‘‘‘Vespa HB3‘‘‘[Bearbeiten]

ab Fg.Nr. 500001

Merkmale

  • kein Sickenrahmen
  • verlängertes Trittbrett und durchgehende Trittleisten
  • geschlitzte Motorbacke
  • Lenker mit hohem Aluguss-Gehäuse für den 4-Eck-Tacho und Hauptscheinwerfer Ø 130 mm auf dem Kotflügel
  • Tachoantrieb vorne
  • Seilzugschaltung
  • Stossdämpfer
  • zweiter Sattel
  • 4,5 PS Motor
  • 7 Liter Tank
  • Frontscheinwerfer (Nebellampenfunktion) Ø 95 mm auf dem Kotflügel
  • viereckiges Rücklicht
  • Wechsel der Bezeichnung auf dem Typenschild von HB2 auf “Hoffmann Modell A (HB3)“

9. Modellvariante: ‘‘‘Vespa HC‘‘‘[Bearbeiten]

Aufgrund der Lizenzkündigung und anstehender Insolvenz  sollte die 9. Modellvariante nicht mehr in den Verkauf gelangen. Dennoch überlebten wenige Exemplare des Modells 1955  (die Fg.Nr. war fortlaufend der HC 110000 -)

Merkmale

  • kein Sickenrahmen
  • verlängertes Trittbrett und durchgehende Trittleisten
  • geschlitzte Motorbacke
  • Lenker mit Aluvorbau und integriertem 4-Eck-Tacho
  • Tachoantrieb vorne
  • Seilzugschaltung
  • Stoßdämpfer
  • Pagusa-Sättel
  • 4,5 PS Motor
  • 7 Liter Tank
  • Frontscheinwerfer Ø 105 mm auf dem Kotflügel
  • viereckiges Rücklicht
  • Typenschild mit Bezeichnung HC


Alle Modellvarianten und deren Übergänge waren oft fliesend. Irritierend ist oft die Typenschild-Bezeichnung zur eingetragen Bezeichnung im Fahrzeugbrief. Somit wird jede Typenschild-Bezeichnung HA bis HB3 im Fahrzeugbrief mit HA ausgewiesen.

Einige Änderungen wurden über die Werksmitteilungen bekannt gegeben. Der genaue Zeitpunkt der Modell-Änderungen ist, aufgrund der verspäteten Herausgabe der Werksmitteilungen an das Händlernetz, oft schwierig zu bestimmen.

Baujahre und Fahrgestellnummern[Bearbeiten]

Verlässliche Unterlagen zu den jährlich gebauten Stückzahlen und Grenzrahmennummern sind nicht vorhanden. Im seit 2019 aus Datenschutz- und Zeitgründen nicht mehr fortgeführten Hoffmann-Register sind alle bekannten Hoffmann-Vespas - getrennt nach HA/HB- und HC-Modellen - aufgelistet gewesen, allerdings etliche Fahrzeuge ohne Fg.-Nr. und teils sind die angegebenen Fg.-Nummern und Baujahre nicht konsistent, z.B. wenn die Fg.-Nr. 8280 dem Baujahr 1950 zugeordnet ist, es aber Fahrzeuge gibt, bei denen eine niedrigere Fg.-Nr. dem Baujahr 1951 zugeordnet ist. Im Kubisch werden folgende Angaben gemacht:

  • Produktion jährlich 12.000 Stück
  • Produktion bis Herbst 1951 23.000 Stück
  • Produktion im Sommer 1953 monatlich 1.850 Stück
  • Produktion nach Konkurs von Nov. 1954 bis März 1955 knapp 2.000 Stück

Eine weitere Zusammenstellung nach Modellen und Baujahren wurde in diesem Beitrag im GSF vorgenommen. Mittlerweile führen die Hoffmann-Freunde Siebengebirge, ein Register aller Fahrzeuge, die von Hoffmann hergestellt wurden (Stand Jan. 2022: 849 Datensätze, davon 349 Datensätze zu Hoffmann-Vespas und deren Seitenwägen), in das auch das alte Hoffmann-Vespa-Register mit eingepflegt wurde. Dankenswerterweise haben die Hoffmann-Freunde diese Daten zu Fahrgestellnummern zur Verfügung gestellt, so dass im folgenden eine annähernd genaue Auflistung der Produktionszahlen je Baujahr erfolgen kann. Hierbei wurden anhand der ersten und letzten bekannten Fahrgestellnummern die Fahrgestellnummern bzw. Jahresproduktion interpoliert. Die Konkursmodelle der HB3 und der HC Königin wurden der Einfachkeit halber dem Jahr 1955 zugeordnet, wenn auch die Produktion möglicherweise schon nach der Anmeldung des Konkurses am 25.11.1954 mit der Resteverwertung begann.


1950

Fahrgestellnummern: *1001 – ca. *7450
erste bekannte Rahmennummer: *1013
letzte bekannte Rahmennummer: *7411
Stückzahl: ca. 6.450 (Modell A / HA 1.+2. Modellvariante)


1951

Fahrgestellnummern: ca. *7450 – ca. *12800
erste bekannte Rahmennummer: *7477
letzte bekannte Rahmennummer: *12471
Stückzahl: ca. 5.350 (Modell HA 2.-3. Modellvariante)


1952

Fahrgestellnummern HA 3. Modellvariante : ca. *12800 - ca. *22500
erste bekannte Rahmennummer: *13115
letzte bekannte Rahmennummer: *22320
Stückzahl: ca. 9.700 (Modell HA 3. Modellvariante)


1953

Fahrgestellnummern Modell HA 3. Modellvariante: ca. *22500 – *27628
erste bekannte Rahmennummer: *22707
letzte bekannte Rahmennummer: *27628
Stückzahl: ca. 5.130 (Modell HA 3. Modellvariante)
Fahrgestellnummern Modell HB 4. + 5. Modellvariante: *27629 [4] – ca. *33600
erste bekannte Rahmennummer: *27629
letzte bekannte Rahmennummer: *33564
Stückzahl: ca. 5.970 (Modell HB 4. + 5. Modellvariante)


1954

Fahrgestellnummern Modell HB2 6. Modellvariante: ca. *33600 – ca. *34200
erste bekannte Rahmennummer: *33636
letzte bekannte Rahmennummer: *34191 [5]
Stückzahl: ca. 600 (Modell HB2 6. Modellvariante)
Fahrgestellnummern Modell HC 7. Modellvariante: *100001 – ca. *109900
erste bekannte Rahmennummer: *100029
letzte bekannte Rahmennummer: *109835
Stückzahl: ca. 9.900 (Modell HC 7. Modellvariante)


1955

Fahrgestellnummern Modell HC 9. Modellvariante: ca. *109900 – ca. *111650
erste bekannte Rahmennummer: *109939
letzte bekannte Rahmennummer: *111616
Stückzahl: ca. 1.750 (Modell HC 9. Modellvariante)
Fahrgestellnummern Modell HB3 8. Modellvariante: *500001 – ca. *500600
erste bekannte Rahmennummer: *500001
letzte bekannte Rahmennummer: *500565
Stückzahl: ca. 600 (Modell HB3 8. Modellvariante)


Stückzahl insgesamt: ca. 45.450

Farben[Bearbeiten]

HC Königin in Gold und Rubinrot

Ein gängiger Ersatzfarbton für das Vespa-grün der HA/HB ist VW L96 Turmalingrün metallic, noch näher kommt wohl BMW 171 Opal Grün. Für die HC wird Nissan 480 Gold metallic verwandt. Bei Farben Schiessl sind Acryllacke erhältlich, die anhand von Originalteilen nachgemischt wurden.

Farben: “Fischsilbergrau“ (hellgrün-metallic, HA/HB) und “Vespa-grün“ (hellgrün, HA/HB), Gold (HC), wenige Exemplare jeweils auch “Brillant Rubinrot“ oder “Bordeaux“ bezeichnet (weinrot), außerdem auch in Vespa-grün vorkommend [6]; die Polizei-Königinnen in RAL 6009 Tannengrün
Korrosionsschutz: ?


Fahrzeugdaten [7][Bearbeiten]

Allgemeine Abmessungen[Bearbeiten]

  • Radstand: 1130 mm (für HA/HB) bzw. 1160 mm (für HC)
  • Gesamtlänge: 1655 mm (für HA/HB) bzw. 1820 mm (für HC)
  • max. Breite: 790 mm am Lenker
  • max. Höhe: 950 mm am Lenker (für HA/HB) bzw. 1055 mm (für HC)
  • Sattelhöhe: 760 mm
  • min. Bodenfreiheit am Trittbrett: 220 mm (für HA/HB) bzw. 150 mm (?, für HC)
  • Wendekreis: 1,5 m

Leistung[Bearbeiten]

  • Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h (HA/HB) bzw. 75 km/h (HC)
  • Leistung: 4 PS bei 4000 U/min oder 4,5 PS bei 4800 U/min (HA/HB), 5 PS bei 5000 U/min (HC)
  • max. Drehzahl:
  • max. Steigfähigkeit: 25 %

Verbrauch[Bearbeiten]

  • Tankinhalt: 7 Liter, davon 1 Liter Reserve (für HA/HB) bzw. 6,25 Liter, davon 0,75 Liter Reserve (für HC)
  • Durchschnitt auf 100 km: 2,2 Liter (für HA/HB) bzw. 2,3 Liter (für HC)
  • Reichweite: 318 km (für HA/HB) bzw. 272 km (für HC)

Gewicht[Bearbeiten]

  • Leergewicht: 94 kg (HA/HB, betankt) bzw. 107 kg (HC)
  • Zul. Gesamtgewicht für Solomaschine: 250 kg (für HA/HB) bzw. 257 kg (für HC)
  • Zul. Gesamtgewicht für Beiwagengespann: 300 kg (für HA/HB) bzw. 310 kg (für HC)

Motor[Bearbeiten]

  • Motornummer: kein Präfix, nur Ziffern
  • Position Motornummer: auf Plakette „Hoffmann-Werke Lintorf/Rhld.“an der lichtmaschinenseitigen Gehäusehälfte, dort außerdem Hubraum, Bohrung, Hub und PS angegeben.
  • Anzahl Zylinder: 1
  • Hubraum: 124,7 cm³ (HA/HB) bzw. 123,67 cm³ (HC)
  • Bohrung: 56,5 mm, Auslass seitlich (HA/HB) bzw. 54 mm, Auslass unten (HC)
  • Kolbenhub: 49,8 mm (HA/HB) bzw. 54 mm (HC)
  • Überströmer: 1
  • Verdichtungsverhältnis: 1:6,5 (HC)
  • Getriebe: 3-Gang
  • Übersetzungsverhältnis Solomaschine
    • 1. Gang 14:56 Z (1:12,18)
    • 2. Gang 20:50 Z (1:7,61)
    • 3. Gang 27:43 Z (1:4,85)
  • Übersetzungsverhältnis Beiwagengespann
    • 1. Gang 14:56 Z (1:12,18)
    • 2. Gang 19:51 Z (1:8,3)
    • 3. Gang 24:46 Z (1:5,8)
  • Primärübersetzung: 22:67 Z (3,05)
  • Anzahl Kupplungsscheiben (Kork/Stahl):
  • Motorlager:
    • Kurbelwelle kuluseitig: für HA 20x52x12, z.B. SKF BB1-3055.B / NSK B20-160J1C3; ab 1953 (HB/HC) 25x62x12, z.B. SKF 613912 / FAG 98305
    • Kurbelwelle limaseitig: für HA 20x52x12, z.B. SKF BB1-3055.B / NSK B20-160J1C3; ab 1953 (HB/HC) 25x62x12, z.B. SKF 613912 / FAG 98305
    • Kupplung Lagernadeln: 29 Nadeln 2,5x15,8 mm
    • Nebenwelle: 15x35x8, z.B. Koyo (Suzuki-E-Teil)
    • Nebenwelle Nadellager: 19 Nadeln 2,5×7,8 (HA/HB), 23 Nadeln 3,0×11,8 (HC)
    • Hauptwelle: 20x42x9 (3 Stck.), z.B. SKF 98204 Y (HA/HB), bitte ergänzen für HC
  • Wellendichtringe:
    • Kurbelwelle kuluseitig: 35x18x8 [8]
    • Kurbelwelle limaseitig: 35x18x8 [9]
    • Hauptwelle radseitig: 27-42-10/7
  • Kupplung HA/HB: 2 Korklamellen, 1 Aussenlamellen plan und 1 Aussenlamelle gewölbt (Wölbung nach innen!); Anlaufscheibe 1,5 mm stark. [10]
  • Kupplung HC: 3 Korklamellen, 2 Aussenlamellen plan und 1 Aussenlamelle gewölbt (Wölbung nach innen!); Anlaufscheibe 3,5 mm stark. Ab ca. Dez. 1953 wird der Rückbau auf die alte Kupplung der HA/HB empfohlen. [11]
  • Vergaser:
    • Dell’Orto TA17 für A (1. Modellvariante 1950)
      • Hauptdüse:
    • Bing 1/16/52 für HA (2. Modellvariante 1950-51)
      • Hauptdüse: 80 bzw. für versierte Fahrer 75 [12], später 85
      • Nadeldüse: 310
      • Nadelstellung: 2. Nut von oben
      • Düsennadel: Nr. 2
    • Pallas 16 L 9 für HA (3.-5. Modellvariante) ab Fg.Nr. 18657 [13]
      • Hauptdüse: 77 [14]
      • Leerlaufdüse: 30 [15]
      • Spritzdüse: 115 [16]
      • Gaskolben: 1 [17]
      • Luftschraube geöffnet: 0,5-1 Umdrehung [18]
    • Bing 1/19/2 für HC „Königin“ ab Fg.-Nr. 100213 [19], später auch Bing 1/20/21 [20] für HC „Königin“, Bing 1/20/26 passt auch.
      • Hauptdüse: 85
      • Nadeldüse 260
      • Nadelstellung: 2. Nut von oben, für 1/20/26 3. Nut von oben
      • Leerlaufdüse: 35
      • Luftschraube geöffnet: 1,5 Umdrehungen
  • Zündung: Schwunglichtmagnetzündung (30W für HC), Polrad und ZGP Fabrikat Bosch, bei HA goldfarbig, bei HC „Königin“ dann silberfarben. Bei HC „Königin“ mit 3 Lichtspulen (2 große und eine kleine Zusatzspule) und einer innenliegenden Zündspule.
  • Vorzündung: 28° vor OT oder 4,5 mm vor OT [21]
  • Kontaktabstand: 0,4 mm
  • Zündkerze: Bosch W 225 T1 oder Beru K 225 b1/14 U (zeitgenössische Angabe); heute Bosch W5AC oder NGK B7HS

Fahrwerk[Bearbeiten]

  • Felgen: ? (für HA/HB) bzw. 2.15 C x 8“ (für HC)
  • Reifengröße: 3,50" x 8" (oder Ø 385 mm)
  • Reifendruck vorne (solo / zu zweit / Gespann): 1,0 bar / 1,0 bar / 1,2 bar [22] (Angaben eigentlich atü)
  • Reifendruck hinten (solo / zu zweit / Gespann): 1,5 bar / 2,5 bar / 2,0 bar [23] (Angaben eigentlich atü)
  • Reifendruck Beiwagenrad: 1,5 bar [24] (Angabe eigentlich atü)
  • Schwingenlager: 36 Nadeln 2 x 11,8 [25] oder 10x14x10 (Nadelhülse, 2x, z.B. SKF HK 1010) möglich
  • Radlager bremstrommelseitig: 17x40x12 (z.B. SKF 6203) [26]
  • Radlager schwingenseitig: 12x32x10 (z.B. SKF 6201) [27]
  • Lenklager unten: 22 Kugeln 6,35 mm (1/4 Zoll) [28]
  • Lenklager oben: 35 Kugeln 3,175 mm (1/8 Zoll) [29]
  • Bremsen: Trommelbremsen, bei HA vorne Breite 17mm / Trommeldurchmesser 125mm
  • Stoßdämpfer: bei HC „Königin“ Fabrikat Boge mit eingeprägtem Hoffmann-“h“, das teils aber auch fehlt.

Elektrik[Bearbeiten]

  • Scheinwerfer: 6V 25W/25W (Bilux), bei HA/HB Ø 95 mm auf dem Kotflügel, bei HC im Lampenkopf Ø 130 mm mit Stadtlicht 6V 1,5W und Zündlichtschloss. Zusätzlich Nebelscheinwerfer 6V 25W mit gelbem Glas Ø 105 mm auf dem Kotflügel
  • Rücklicht: 6V 1,5W (für HA/HB) bzw. 6V 3W (für HC), Fabrikat bei allen Modellen Hella, bei HA bis ca. Mitte 1950 mit Nummernschildbeleuchtung oben, dann bis ca. Ende 1952 mit kleiner runder Streuscheibe. Danach bei HB bis Ende 1954 länglich mit ovaler Streuscheibe /HB ovales Gehäuse mit rundem oder ovalem Glas, [30] Die HC „Königin“hatte dann ein rechteckiges Rücklicht/Rücklichtglas Hella mit Bremslicht 6V 15W, Bauform wie VM/VN. Rücklichtgummiunterlage für das längliche Rücklicht mit ovaler Streuscheibe nennt sich Hella D und ist bei Magumtec erhältlich.
Rücklicht HA 1950 unter Kennzeichen
Rücklicht HA 1950-52
Rücklicht HB
Rücklicht HC Königin
  • Lichtschalter Hella
    Lichtschalter: original wurde ein dreieckig-muschelförmiger Lichtschalter, Fabrikat Hella, analog den italienischen Modellen dieser Zeit verbaut. Im Austausch bei Defekt wurde dieser dann häufig durch einen ovalen von Hella ersetzt, wie er auch für andere Zweiräder, z.B. NSU Lambretta, verwendet wurde.
  • Batterie: 6V 6Ah, nur bei HC „Königin“ für Standlicht und Bremslicht. Selen-Gleichrichter.
  • Zündschloss: nur bei HC „Königin“, Fabrikat Hella.
  • bei der Gespannversion der HC „Königin“ wird eine Steckdose [31] für eine Beiwagen-Begrenzungsleuchte oder eine Handlampe ergänzt.
  • Hupe: 6V 25W
  • Tachobeleuchtung: 6V 1,5W
  • Batterie: 6V 6Ah (nur HC)

Schmierstoffe[Bearbeiten]

  • Dämpfer hinten:
  • Getriebeöl: SAE 30
  • Motoröl und Mischungsverhältnis: Essolube 30 (zeitgenössische Angabe!), heute SAE30; 50 ml auf 1 Liter Benzin = 1:20 (5%), Einfahren bis 100 km 67 ml auf 1 Liter Benzin = 1:15

Karosserie[Bearbeiten]

  • Position Rahmennummer: bei HA und HB rechts am Rahmentunnelübergang zum Beinschild eingeschlagen sowie auf Typenschild links neben der Befestigung der Motorschwinge. Bei HC „Königin“ Rahmennummer rechts neben der Verriegelung der Motorbacke eingeschlagen.
  • Schriftzüge und Embleme: Vespa-Schriftzug am Beinschild rechts, Markenemblem ähnlich Piaggio, aber abgewandelt mit „h“-Logo im dunkelblauen und „hoffmann“-Schriftzug im hellblauen Feld. Bei diesen Emaille-Emblemen gab es auch Unterschiede, so kommen unterschiedliche Blautöne und Größe des „h“-Logos vor. [32]
  • Sitzbank / Sattel: Satteldecke HA aus dunkelgrünem Kunstleder, Frontseite offen, mit Hoffmann-Schildchen. Ab der 3. Modellreihe der HA dann zweiter Schwingsattel serienmäßig. Bei HC „Königin“ serienmäßig zwei Schwingsättel aus hellbraunem, genarbtem Kunstleder oder seltener dunkelbraunem Kunstleder, Frontseite offen, mit Hoffmann-Schildchen. Bei den Konkursmodellen der 9. Modellreihe wurden Pagusa-Schwingsättel verbaut, teilw. gibt es auch Mischungen aus den Standardsätteln vorne und Pagusa-Sattel hinten.
  • Trittleisten links/Tunnel/rechts: 3/3/3. Bei der 3. und 4. Modellvariante der HA dann Gummiklötze für den/die Beifahrer/in am Ende des nun verlängerten Trittbretts.

Bordwerkzeuge[Bearbeiten]

  • 1 Steckschlüssel 4-fach
  • 3 Doppel-Maulschlüssel
  • 1 Schraubenzieher

Galvanische Verfahren[Bearbeiten]

  • verchromt: Schwingenabdeckung vorne (wenn Schwinge ohne Reibungsdämpfer)
  • hochglanzpoliert: Lüfterradabdeckung Alu
  • verzinkt: Radmuttern
  • phosphatiert:

Sonstiges / Besonderheiten[Bearbeiten]

  • bei der Vorserie A wurden noch italienische Motoren verwendet, bei denen auf den Gehäusehälften, Kupplungsdeckel und anderen Teilen noch das Wort „Piaggio“ eingegossen war. Bei den deutschen ILO-Motoren war hingegen auf allen Teilen das Wort „Vespa“ eingegossen.
  • bei der HA war das Hella-Rücklicht rund und am Anfang auch unter dem Kennzeichen in ovaler Form positioniert. Dieses Rücklicht wurde auch bei zeitgenössischen Motorrädern verbaut.
  • Benzinhahn M16x1 von Everbest oder Karcoma für HA-Modelle erhältlich bei classische-zweiradtechnik.de
  • bei HA sind Bremstrommel vorne und Schwinge im Rahmenfarbton lackiert
  • die Felgen haben bei den Hoffmann-Vespas Bolzen mit rundem Kopf, bei den Italienerinnen ist der Kopf flach [33]
  • ab Fg.-Nr. 3600 wird der Benzinfilter (Einfüllsieb) mit einem festen Boden versehen und das Material des Dichtrings des Tankverschlusses von Gummi auf Kork umgestellt.
  • ab Fg.-Nr. 7435 wird der Tank durch eine gummiarmierte Klemmlasche befestigt, die auf den Aufnahmen der Sattelfedern aufgeschoben wird [34] . Bis dahin wurde der Tank wohl durch angeschraubte Laschen gehalten.
  • der Tacho der Hoffmann-Modelle ist immer vom Hersteller VDO, ausgenommen die Polizei-Königinnen mit Tachos des Herstellers PS-Tachometer GmbH.
  • ab Fg.-Nr. 1580 wurde das Profil der kleinen Felgenhälfte geändert, da sich offenbar der Rand der Reifen geändert hatte. Die Werkstätten wurden aufgefordert, die Felgenhälfte bei den Kunden entsprechend zu tauschen [35]
  • Chokehebel unter dem Sitz bis mind. Fg.-Nr. 747X [36]
  • ab Fg.-Nr. 18657 wird auf den Vergaser Pallas 16 L 9 umgerüstet.
  • ab Fg.Nr. 20061 wir auf der Innenseite der Motorbacke ein gesicktes Blech zur Versteifung angepunktet [37]
  • ab Fg.-Nr. 21646 wird ein neuer Benzinhahn mit Wasserabscheider (Becher mit Sieb) verbaut. Der Einbau ist bei niedrigeren Fg.-Nummern nicht ohne weiteres möglich [38]
  • Anfang 1953 kostete das Hoffmann-Gespann 1.895,- DM, der Seitenwagen alleine 520,- DM und das Nachrüsten der Beiwagen-Übersetzung in der Vertragswerkstatt 89,- DM. In 1954 kostete die HB als Solomaschine 1.395,- DM
  • ab Motornummer 475696 erhält der Gewindeansatz an der Antriebswelle ein Gewinde M14 (vorher M12), der Gewindering des Tacho-Winkelantriebs ist dementsprechend auf 14,3 mm gebohrt [39]
  • das austretende Stück des Bowdenzugs der VR-Bremse muss 130 mm lang sein (von UK Lenkrohr bis Ende Hülle) [40]
  • ab Fg.-Nr. 25953 geändertes Lenkrohr: oberes Ende auf eine Länge von 42 mm auf 28 mm Durchmesser abgesetzt [41]
  • ab Fg.-Nr. 26235 verlängerter Schwingenarm mit 137 mm statt bisher 85 mm, der den Anbau eines hydraulischen Stoßdämpfers erlaubt. Dafür muss der Gegenhalter des Reibungsdämpfers geändert werden [42]
  • Sonderkonstruktion lange Schwinge mit Reibungsdämpfer bei HA 1953
    beim Übergang auf den vorderen Stoßdämpfer bei HB gab es eine interessante und seltene Sonderkonstruktion: bei den betroffenen Rollern war die schon verlängerte Vorderradschwinge eingebaut, der Stoßdämpfer aber war wohl noch nicht verfügbar. Man hat die alte Reibungsdämpfer-Konstruktion mit einem weit ausladenden Metallbügel versehen, um bei der Befestigung am Steuerrohr nicht mit der langen Schwinge in Konflikt zu geraten.
  • ab Fg.-Nr. 26960 wird dann ein hydraulischer Stoßdämpfer serienmäßig verbaut, der Anbau ist dür Fg.-Nummern < 26235 nicht möglich [43]
  • von Fg.-Nr. 27181 – 28146 und ab 28380 wird nun eine Seilzugschaltung verbaut [44] Im Rundschreiben Nr. 44 vom Juli 1953 wird die interne Werksbezeichnung des Modells mit Seilzugschaltung ‘‘HB’‘ (4. Modellvariante) eingeführt [45]. HA-Modelle können auf Seilzugschaltung umgebaut werden, wenn der Lenker mit erneuert wird. Die Seilzugschaltung wird bei allen folgenden Modellvarianten beibehalten.
  • ab Frühsommer 1953 wird ein neuer Gepäckhaken angeboten, der an die Rahmennase unter dem Sattel zu montieren ist [46]
  • ab Fg.-Nr. 32299 werden die Bremstrommeln mit einem aufgeschrumpften Verstärkungsring versehen [47]
  • die HC „Königin“ wurde im Herbst 1953 auf der IFMA vorgestellt und bereits ab Oktober 1953 an die Vertragshändler ausgeliefert.
  • Polizei-Königinnen
    die Düsseldorfer Stadtpolizei und einige weitere Gemeinden in NRW bezogen insgesamt 110 Exemplare der HC „Königin“ als Dienstfahrzeug in RAL 6009 Tannengrün. Bei den Polizei-Königinnen fehlen die Chrom-Stoßstange vorne und der Backenzierrat/Steinschlagecken [48]. Abweichend von den normalen Königinnen hatten sie einen fluoreszierenden Hoffmann-Tacho (Fabrikat PS-Tachometer GmbH) mit schwarzem Zifferblatt und der Einprägung "Düsseldorf" [49].
  • ab Fg.-Nr. 100213 wird die HC „Königin“ mit einem Vergaser Bing 1/19/2 ausgerüstet [50]
  • das Lüfterrad der HC „Königin“ hat keine Wartungsöffnungen wie bei den vorherigen Modellen mehr.
  • Fabrikat Lenkschloss ist Huf
  • ab Fg.-Nr. 100402 werden bei der HC „Königin“ und HB2 für den Tachoantrieb in der Vorderradnabe geänderte Ritzel eingebaut. Bei allen niedrigeren Fg.-Nummern müssen die alten Ritzel gegen die neuen ausgetauscht werden. [51]
  • beim Motor der HC „Königin“ ist die Kupplung von Haus aus mit 3 Korklamellen, 2 Aussenlamellen plan und 1 Aussenlamelle gewölbt ausgerüstet. Im Rundschreiben Nr. 61 von Dez. 1953 wird empfohlen, bei Beanstandungen auf die alte Ausführung der HA-Motoren mit 2 Korklamellen, 1 Aussenlamellen plan und 1 Aussenlamelle gewölbt zurückzubauen. Diese Ausführung wird ab ca. Dez. 1953 ab Werk in die HC „Königin“ eingebaut.
  • die Hoffmann-Werke bieten auch Austauschrahmen für alle Modelle zum Preis von 180,- DM an, ebenso Austauschmotoren für 290,- DM (HA/HB) bzw. 300,- DM (HC). [52]
  • in der HC „Königin“ werden Vergaser Bing 1/20/21 seit ???? eingebaut. [53]
  • Die Königinnen wurden quasi als Resteverwertung zum Teil noch mit den 4,5 PS-Zylindern der HA ausgeliefert (Seitenauslass). Eine Systematik in den Motornummern und Fahrgestellnummern ist dabei nicht vorhanden. Somit ist das Typenschild auf dem Motor (5PS) damals etwas „irreführend“ und nicht ganz ehrlich gewesen. Die HC-Modelle mit dem HB Motor (= HA Motor mit Seilzug) hatten einen etwas zusammengefrickelten Brotbox Auspuff, weil der Krümmer ja wie bei der vorherigen Fischblase seitlich abging.
  • in der Filmkomödie „Professor Nachtfalter“ von 1951 mit Johannes Heesters in der Hauptrolle sind in einer Szene etliche Hoffmann-Vespas, die singend von diesem und im Schlepptau vielen Frauen gefahren werden, zu sehen.
  • eine HB ist im Museum Dauphin Speed Event in Hersbruck, jeweils eine HC „Königin“ ist im Haus der Geschichte in Bonn sowie im Museum Ratingen zu besichtigen. Sowohl eine HB als auch eine HC „Königin“ stehen im Technik-Museum in Sinsheim.
  • Hoffmann vergab von 1952-55 Plaketten für eine Fahrleistung von 100.000 km
  • eine verchromte Ersatzradabdeckung mit dem Hoffmann-“h“ wurde 20?? in Kleinserie nachgefertigt.
  • die Hoffmann-Werke produzierten von Beginn an auch einen Beiwagen. Von 1950-52 wurden jedoch keine 1000 Exemplare gefertigt. Die Positionsleuchte war natürlich von Hella und wurde praktisch an allen deutschen Roller-Seitenwägen verbaut: Steib RS1, Royal RSG/RSA, Kali 109/154, Stolz Safari, OWB usw. und am Goggo-Lastenroller waren sogar zwei montiert. Die Teilegutachten-Nr. für den Hoffmann-Seitenwagen lautet T-071 [54].
  • Hoffmann-Vespa Transporter
    im Verlauf der Produktion der HA wurde auch ein "Hoffmann-Vespa Transporter" angeboten, ein Gespann mit einem Ladekoffer l/b/h 120/40/30 cm, der wie ein Seitenwagen am Roller angebracht war und eine Zuladung von 75 kg erlaubte. Für diesen Transporter wurde auch ein neuer Auspuff mit "flacher Ellipsenform" für mehr Bodenfreiheit angepriesen.

Nachfertigungen und Bezugsquellen[Bearbeiten]

  • Griffgummis mit Hoffmann-“h“: nach einer Reproaktion im GSF
  • Tachowinkelantrieb + Tachowellen kurz/lang: wurde vom leider verstorbenen Peter Witzel nachgefertigt, für den Winkelantrieb wurde im August 2020 eine weitere Nachfertigung angestoßen: Angebot Winkelantrieb im GSF
  • Tachoglas: wurde vom leider verstorbenen Peter Witzel nachgefertigt
  • Satteldecken: wurden vom leider verstorbenen Peter Witzel nachgefertigt
  • Gummiunterlage für Rücklicht mit Nummernschildbeleuchtung oben: Anfragen an gattinator im GSF
  • Ersatzradabdeckung mit Hoffmann-“h
  • Ersatzradtank mit Hoffmann-“h
  • Schwingenabdeckung mit Hoffmann-“h
  • Hoffmann HC Königin Haltegriff Sattel: wurde vom leider verstorbenen Peter Witzel nachgefertigt
  • Gestängeschaltung komplett bzw. Teile dafür: wurden vom leider verstorbenen Peter Witzel nachgefertigt, mittlerweile erhältlich bei Rollerladen oder SIP
  • Backenchrom (Steinschlagecken) für HC „Königin“ VespeRole
  • Hörnchen für Stossstange vorne für HC „Königin“: wurde vom leider verstorbenen Peter Witzel nachgefertigt, mittlerweile bei VespeRole erhältlich
  • Typenschild für HC „Königin“ VespeRole
  • Sattelschildchen „Hoffmann“ VespeRole
  • Gummiunterlage Rücklicht für HC „Königin“ VespeRole
  • Lenker Gestängeschaltung (nicht Hoffmann-spezifisch) SIP
  • Tachorevision VDO Oldtimer Tacho Werkstatt

Siehe auch[Bearbeiten]

Hoffmann (Lizenznehmer Deutschland 1950-1954)

Technische Mitteilungen aus den Hoffmann-Werken

Schaltplan Vespa 125 Hoffmann (HB)

Schaltplan Vespa 125 Hoffmann Königin (HC)

Quellen[Bearbeiten]

Lutz-Ulrich Kubisch: Vespa mi’ amore, Schrader Verlag 2001

Dieter Struss: Vespa – Die „flotte Vespe“ rollt seit 50 Jahren, Battenberg Verlag 1995

Leardi/Frisinghelli/Notari: Vespa Tecnica 4, CLD 2001

Peter Witzel: Die Zündung unserer Oldtimer – Basiswissen Tips Tricks, Selbstverlag 1998

Weblinks[Bearbeiten]

Kurzabriss über die Hoffmann-Werke von Mika Hahn

Archivartikel "Vespas Glück und Ende" aus Der Spiegel 1/1955

Kleine Hoffmann-Typenkunde von Peter Witzel auf der Seite des VVCD

Rohrlenker-Kunde auf rohrlenker.de

Topic zur den Hoffmann-Modellen im GSF

Topic zum Hoffmann-Beiwagen im GSF

Topic zur Polizei-Königin im GSF

  1. Beitrag im GSF zur Verwendung des Dell'Orto TA 17
  2. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 39 vom Mai 1953
  3. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 41 vom Mai 1953
  4. Angabe aus Datenbestand Hoffmann-Freunde Siebengebirge
  5. Typenschild auf ravensteyn.de
  6. Beitrag im GSF zum Farbton grün-metallic
  7. Angaben laut Bedienungsanleitung Nr. 7/53 für HB und Nr. 1/54 für HC
  8. Hoffmann Ersatzteil-Bedarfsliste 01.01.1952
  9. Hoffmann Ersatzteil-Bedarfsliste 01.01.1952
  10. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 24 vom Okt. 1952
  11. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 61 vom Okt. 1953
  12. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 5, 1951
  13. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 17 vom Aug. 1952 und Nr. 19 vom Sept. 1952
  14. Bedienungsanleitung des Vergasers 16 L 9 für Vespa HA
  15. Bedienungsanleitung des Vergasers 16 L 9 für Vespa HA
  16. Bedienungsanleitung des Vergasers 16 L 9 für Vespa HA
  17. Bedienungsanleitung des Vergasers 16 L 9 für Vespa HA
  18. Bedienungsanleitung des Vergasers 16 L 9 für Vespa HA
  19. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 54, Nov. 1953
  20. Angabe laut Bedienungsanleitung Nr. 1/54 für HC
  21. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 3, 1951
  22. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 21 vom Sept. 1952
  23. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 21 vom Sept. 1952
  24. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 21 vom Sept. 1952
  25. Hoffmann Ersatzteil-Bedarfsliste 01.01.1951
  26. Hoffmann Ersatzteil-Bedarfsliste 01.01.1952
  27. Hoffmann Ersatzteil-Bedarfsliste 01.01.1952
  28. Hoffmann Ersatzteil-Bedarfsliste 01.01.1952
  29. Hoffmann Ersatzteil-Bedarfsliste 01.01.1952
  30. Beitrag im GSF zu Bauformen Rücklicht
  31. Beitrag im GSF zur Steckdose für Gespann
  32. Beitrag im GSF zu Beinschild-Emblemen
  33. Beitrag im GSF zu Felgenbolzen
  34. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 6 vom Juni 1951
  35. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 5, 1951
  36. Beitrag im GSF zu Chokehebel
  37. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 20 vom Sept. 1952
  38. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 28 vom Nov. 1952
  39. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 34 vom Feb. 1953
  40. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 35 vom März 1953
  41. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 37 vom April 1953
  42. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 38 vom April 1953
  43. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 39 vom Mai 1953
  44. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 41 vom Mai 1953
  45. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 44 vom Juli 1953
  46. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 42 vom Juni 1953
  47. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 48 vom Aug. 1953
  48. Beitrag im GSF zur Polizei-Hoffmann
  49. Beitrag im GSF zum Tacho der Polizei-Hoffmann
  50. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 54 vom Nov. 1953
  51. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 57 vom Nov. 1953
  52. Ergänzungsblatt Nr. 3 zur Preisliste Nr. 3/52
  53. Hoffmann Werksmitteilung Nr. 74 vom Mai 1954
  54. Beitrag im GSF zum Hoffmann-Seitenwagen