Auslass Bearbeitung: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Schwerpunkt bei der Zylinderüberarbeitung sollte die Auslassbearbeitung sein, da man über diesen die Charakteristik des Motors und dessen Leistung maßgeblich beeinflussen kann.


Der Schwerpunkt bei der Zylinderüberarbeitung sollte die Auslassbearbeitung sein, da man über diesen die Charakteristik des Motors und dessen Leistung maßgeblich beeinflussen kann.
Dabei sind 2 Punkte besonders wichtig: [[Steuerzeit Zylinder|Auslass Steuerzeiten]] und [[Auslass|Auslassgeometrie]]
Dabei sind 2 Punkte besonders wichtig: [[Steuerzeit Zylinder|Auslass Steuerzeiten]] und [[Auslass|Auslassgeometrie]]


=Vobereitung=
=Vorbereitung=
[[Bild:auslassschablone.jpg|thumb]]
*Die [[Fräsen|Vorbereitungen für das Fräsen]] wurden getroffen.
*Die [[Steuerzeiten Zylinder|Steuerzeiten des Zylinders]] sind je nach Einsatzzweck und Motorcharakterstik unterschiedlich und müssen individuelle je nach restlichen Komponenten gewählt werden.
*Die [[Steuerzeiten Zylinder|Steuerzeiten des Zylinders]] sind je nach Einsatzzweck und Motorcharakterstik unterschiedlich und müssen individuelle je nach restlichen Komponenten gewählt werden.
Deswegen sollte man, bevor man einen Auslass überarbeitet, die [[Steuerzeit Zylinder Messung|Steuerzeiten des Zylinders vermessen]], um den neu zu fräsenden Auslass mit den korrekten Steuerzeiten versehen zu können.
Deswegen sollte man, bevor man einen Auslass überarbeitet, die [[Steuerzeit Zylinder Messung|Steuerzeiten des Zylinders vermessen]], um den neu zu fräsenden Auslass mit den korrekten Steuerzeiten versehen zu können.
*Die [[Auslass|Form des Auslasses]] muss passend für die gewünschte Motorcharakteristik und dem zu verwendenden [[Auspuff]] entworfen werden.
*Die [[Auslass|Form des Auslasses]] muss passend für die gewünschte Motorcharakteristik und dem zu verwendenden [[Auspuff]] entworfen werden.
*Anfertigen einer Schablone, um den Auslass exakt [[Fräsen|fräsen]] zu können. Diese sollte neben dem eigentlichen Auslass auch Bezugspunkte wie zum Beispiel die Oberkante der [[Hauptüberströmer]] enthalten, so dass die Schablone genau im Zylinder platziert werden kann. Alternativ kann mittels einer [[Gradscheibe]] auch die Auslassoberkante der Schablone an der richtigen [[Steuerzeit Zylinder|Auslass Steuerzeit]] positionieren.


=== Auslass fräsen ===
=Auslass fräsen=
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[[Bild:auslass.jpg|thumb]]
Wenn man sich nun entschieden hat wie der Auslass aussehen soll geht es an das [[Fräsen]]. Bevor man damit beginnt sollte man sich am Rechner eine Schablone zeichen. Diese sollte neben dem eigentlichen Auslass auch Bezugspunkte wie zum Beispiel die Oberkante der [[Hauptüberströmer]] enthalten, so dass die Schablone genau im Zylinder platziert werden kann. Alternativ kann die Positionierung auch mit einem dünnem Edding und einer [[Gradscheibe]] erfolgen.
Ist die Schablone positioniert, kann man mit dem [[Fräsen]] beginnen. Dies geschieht am besten ohne Druck (sonst kann sich bei Aluzylindern die Beschichtung lösen) mit einem fein verzahntem Hartmetall Fräser und einer [[Flexible Welle|flexiblen Welle]] für den [[Dremel]]. Man sollte darauf achten, das man wenn möglich keinen Trichter fräst, sondern den Querschnitt von vorne an der Laufbahn bis zum Ende des Auslassstutzens durchzieht, da dieser sonst wie ein kleiner [[Gegenkonus]] wirkt. Wenn man die gewünschte Form erreicht hat, kann man den Zylinder noch einmal auf das Motorgehäuse stecken und prüfen ob bei [[UT]] der [[Kolben]] bündig mit der Auslassunterkante ist. Falls nicht, kann man den Auslass noch so weit nach unten [[fräsen]] bis er mit dem Kolben im UT bündig ist. Zum Abschluss sollte man die Auslasskante noch verschleifen und verrunden (sehr wichtig!).
Hier mal ein Beispiel für eine solche Schablone:
 
[[Bild:auslassschablone.jpg]]
 
Wenn man nun angezeichnet oder die Schablone aufgeklebt hat beginnt man mit dem [[Fräsen]]. Dies geschieht am besten ohne Druck (sonst kann die Beschichtung sich vom Alu Lösen!) mit einem fein verzahntem Hartmetall Fräser und einer Flexiblen Welle für den Dremel. Man sollte darauf achten, das man wenn möglich keinen Trichter fräst, sondern den Querschnitt von vorne an der Laufbahn bis zum Ende des Auslassstutzens durchzieht, da dieser sonst wie ein kleines [[Gegenkonus]] wirkt. Wenn man die gewünschte Form erreicht hat, kann man den Zylinder noch einmal auf das Motorgehäuse stecken und prüfen ob bei [[UT]] der Kolben bündig mit der Auslassunterkante ist. Falls nicht, kann man den Auslass noch so weit nach unten [[fräsen]] bis er mit dem Kolben im UT bündig ist. Zum Abschluss sollte man die Auslasskante noch verschleifen und verrunden (sehr wichtig!).
Hier ein mal ein Bild von einem fertigen Auslass:
[[Bild:auslass.jpg]]

Version vom 8. Oktober 2009, 22:23 Uhr

Der Schwerpunkt bei der Zylinderüberarbeitung sollte die Auslassbearbeitung sein, da man über diesen die Charakteristik des Motors und dessen Leistung maßgeblich beeinflussen kann.

Dabei sind 2 Punkte besonders wichtig: Auslass Steuerzeiten und Auslassgeometrie

Vorbereitung

Auslassschablone.jpg

Deswegen sollte man, bevor man einen Auslass überarbeitet, die Steuerzeiten des Zylinders vermessen, um den neu zu fräsenden Auslass mit den korrekten Steuerzeiten versehen zu können.

  • Die Form des Auslasses muss passend für die gewünschte Motorcharakteristik und dem zu verwendenden Auspuff entworfen werden.
  • Anfertigen einer Schablone, um den Auslass exakt fräsen zu können. Diese sollte neben dem eigentlichen Auslass auch Bezugspunkte wie zum Beispiel die Oberkante der Hauptüberströmer enthalten, so dass die Schablone genau im Zylinder platziert werden kann. Alternativ kann mittels einer Gradscheibe auch die Auslassoberkante der Schablone an der richtigen Auslass Steuerzeit positionieren.

Auslass fräsen

Auslass.jpg

Ist die Schablone positioniert, kann man mit dem Fräsen beginnen. Dies geschieht am besten ohne Druck (sonst kann sich bei Aluzylindern die Beschichtung lösen) mit einem fein verzahntem Hartmetall Fräser und einer flexiblen Welle für den Dremel. Man sollte darauf achten, das man wenn möglich keinen Trichter fräst, sondern den Querschnitt von vorne an der Laufbahn bis zum Ende des Auslassstutzens durchzieht, da dieser sonst wie ein kleiner Gegenkonus wirkt. Wenn man die gewünschte Form erreicht hat, kann man den Zylinder noch einmal auf das Motorgehäuse stecken und prüfen ob bei UT der Kolben bündig mit der Auslassunterkante ist. Falls nicht, kann man den Auslass noch so weit nach unten fräsen bis er mit dem Kolben im UT bündig ist. Zum Abschluss sollte man die Auslasskante noch verschleifen und verrunden (sehr wichtig!).