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Lagerluftklassen

Aus Vespa Lambretta Wiki

Die Lagerluft beschreibt bei Wälzlagern das Spiel (den Spalt) zwischen den Wälzkörpern und den Laufbahnen eines Lagers im nicht montierten Zustand. Sie wird unterschieden in radiale Lagerluft (Querbewegung zur Welle) und axiale Lagerluft (in Längsrichtung).

Von Wälzlagerherstellern wird üblicherweise die radiale Lagerluft angegeben. Die gängigen Lagerluftklassen nach DIN ISO 5753 sind:

Bezeichnung Lagerluft Anwendung
CN Normallagerluft Standard, für normale Anwendungen
C2 < CN (kleiner) Für hohe Präzision, geringe Erwärmung
C3 > CN (größer) Höhere Ausdehnung (z. B. Motoren)
C4 > C3 (noch größer) Hohe Erwärmung, starke Passungen
C5 > C4 (sehr groß) Spezialfälle, z. B. Elektromotoren

Eine hervorragende Erklärung mit Illustrationen findet sich hier: waelzlagerwissen.de

Beispielhafte Werte für die Lagerluftklassen C2 bis C4 gemäß Schaeffler (FAG) für einreihige Rillenkugellager mit zylindrischer Bohrung:

Nenndurchmesser (d) [mm] C2 [µm] CN (C0) [µm] C3 [µm] C4 [µm]
min max min max min max min max
6–10 0 7 2 13 8 23 14 29
10–18 0 9 3 18 11 25 18 33
18–24 0 10 5 20 13 28 20 36
24–30 1 11 5 20 13 28 23 41

Für die Lagerluftgruppe C5 finden sich beispielsweise bei NKE (via Ritbearing) folgende Werte für Rillenkugellager mit einem Bohrungsdurchmesser von 50–65 mm:

  • C3: min. 13 µm, max. 28 µm
  • C4: min. 18 µm, max. 33 µm
  • C5: min. 25 µm, max. 45 µm[1]

Quellen