Trittleisten Alu

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Hier soll die Montage der Alu-Trittleisten erklärt werden.

Allgemein[Bearbeiten]

Wenn möglich die Originalleisten aufbereiten und wiederverwenden, da die Reproleisten in Form und Biegung nicht mal annährend der Form des Trittblechs entsprechen. Meist ist es weniger Arbeit, die alten Trittleisten aufzubereiten als die neuen Reproleisten anzupassen.

Ein Satz Trittleisten besteht aus 6 Leisten. In Fahrtrichtung von links nach rechts haben die Leisten folgende Maße (ohne Endstücke):
1. Leiste: 56cm,
2. Leiste: 59cm,
3. und 4. Leiste (Tunnel): 23cm,
5. Leiste: 59cm,
6. Leiste: 50cm.

Die unterschiedlichen Maße der zwei linken und rechten Leisten ergeben sich aus dem verschieden langen Trittbrett, denn auf der Kickstarterseite endet das Trittbrett eher, ist dort also kürzer.
Draufsicht.jpg

Anpassung Reproleisten[Bearbeiten]

Sind keine alten Trittleisten vorhanden oder sind diese nicht mehr verwendbar, müssen die neuen Leisten angepasst werden. Da die Anpassung der Trittleisten mit grobem Werkzeug erfolgt, empfiehlt es sich, hierfür einen alten Rahmen zu benutzen, an welchem die Anpassarbeiten vorgenommen werden. Die neuen Trittleisten werden hierzu montiert und mittels eines Hammers und eines stumpfen Stemmeisens mit ca. 10mm Klingenbreite in die richtige Form getrieben. Dabei kommt es vor, dass sich insbesondere bei der Biegung in Richtung Beinschild die Öffnung der Trittleisten verjüngt. Dies ist so gut es geht zu verhindern, da ansonsten der Gummi nicht mehr ohne Probleme eingeführt werden kann.

Montage[Bearbeiten]

Ich habe bisher zwei verschiedene Nietformen gesehen: Senkflachkopf mit 15mm Länge und halbrunde Senkkopf mit 23mm Länge. Der Durchmesser beträgt bei beiden Versionen 3,5mm. Der Einsatz der Senkflachkopf-Nieten empfiehlt sich besonders im Innenbereich, also dort, wo das Gummiprofil später drüber sitzt. Die flachen Nietköpfe sorgen dafür, dass die Ausbuchtungen im Gummi nicht so stark sind. Die halbrunden Nieten sind optisch schöner für die Endstücke der Leisten.

Bevor nun mit der Montage begonnen wird, sollte man die Leisten gut anpassen an die Form und Biegung des Trittbretts bzw. Beinschilds. Zur Montage werden zwei Personen benötigt.

Das benötigte Werkzeug:
Werkzeug.jpg
Den Nietdöpper (auch Nietkopfformer genannt) bekommt man im gutsortierten Werkzeughandel oder im Auktionshaus. Benötigt wird die Größe 3.

Man steckt nun den Niet (ja, die Dinger heißen Niet, nicht Niete ;-)) durch die Leiste. Um den Niet herum sollte man mit Krepp den Bereich abkleben, um Beschädigungen des Lacks zu vermeiden.
Vorbereitung - Abkleben.jpg

Der Niet wird nun abgelängt. Als Richtmaß kann man etwa den 1 - 1,5fachen Durchmesser stehen lassen. Der verbleibende Stummel sieht dann sehr kurz aus, ist aber völlig ausreichend, da die Gefahr, dass der Niet umknickt beim Stauchen mit zunehmender Länge immer größer wird.
Ablaengen.jpg
Abgelaengt.jpg

Eine Person hält nun von oben mit Hilfe z. B. einer Ratschenverlängerung und eines schweren Fäustels (als träge Masse) gegen, während die andere Person mit dem Nietdöpper und einem mittelschweren Hammer den Niet staucht. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Döpper genau in 90° zum Blech gehalten wird bzw. senkrecht zum Niet steht.
Gegenhalten-002.jpg
Nietkopf formen-002.jpg

Das Ergebnis sollte dann in etwa so aussehen:
Fertiger Nietkopf.jpg

Man montiert zuerst nur ein Endstück an den Leisten, da man dann ersteinmal das Gummiprofil einziehen muss. Beim Einziehen ist darauf zu achten, dass das Gummi schön gestaucht wird, um zu vermeiden, dass es später zu kurz ist und nicht mehr unter den Endstücken sitzt, sondern schon vorher endet. Das Einziehen wird erleichtert, wenn man mit Wärme und/oder Fett arbeitet. Zum Schluss wird dann das zweite Endstück genietet.
Die Leisten im Mitteltunnel werden mit 3,5x16mm Blechschrauben (Linsenkopf) geschraubt.