Vespa 150 Touring (VGL1T, Exportmodell für Schweden): Unterschied zwischen den Versionen

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Es ist ja bekannt, dass Piaggio Lizenzen für die Produktion der Vespa weltweit vergab und vielleicht einer der berühmtesten anderen Flugzeugbauer, der Vespas herstellte, war die Messerschmitt AG. Motorroller passten gut in ihr Portfolio, da in der Nachkriegszeit auch Kleinautos, wie der Kabinenroller KR hergestellt wurden.
 
Es ist ja bekannt, dass Piaggio Lizenzen für die Produktion der Vespa weltweit vergab und vielleicht einer der berühmtesten anderen Flugzeugbauer, der Vespas herstellte, war die Messerschmitt AG. Motorroller passten gut in ihr Portfolio, da in der Nachkriegszeit auch Kleinautos, wie der Kabinenroller KR hergestellt wurden.

Version vom 18. September 2018, 13:23 Uhr

Dieser Text ist die Übersetzung eines englischsprachigen Artikels von Mika Collan (Finnland) und ist noch auf Richtigkeit der Angaben zu querzulesen!

Motorseite
Gepäckfachseite
Front
Heck
Tacho VDO
Scheinwerfer Hella
Rücklicht SIEM

Es ist ja bekannt, dass Piaggio Lizenzen für die Produktion der Vespa weltweit vergab und vielleicht einer der berühmtesten anderen Flugzeugbauer, der Vespas herstellte, war die Messerschmitt AG. Motorroller passten gut in ihr Portfolio, da in der Nachkriegszeit auch Kleinautos, wie der Kabinenroller KR hergestellt wurden.


Nachdem eine relativ kleine Anzahl von Vespas von 1955 bis 1957 produziert worden war (zum Vergleich: bei Messerschmitt wurden während der gesamten Produktionsdauer insgesamt ca. 17.600 Roller hergestellt; in Italien liefen im selben Zeitraum ein paar Hunderttausend Vespen vom Band), beendete Piaggio offiziell die Lizenzierung der Vespa Messerschmitt GmbH am 30. Dezember 1957. In der Folge wurde die deutsche Rahmenherstellung auf Eis gelegt, da die Lizenzgrundlage zur Produktion entfallen war. Messerschmitt hielt ursprünglich 10% der Aktienanteile an der Vespa Messerschmitt GmbH, während Piaggio mit 90% beteiligt war. Während der Verhandlungen zur Neuordnung der Aktienanteile für die deutsche Vespaproduktion lag es jedoch im Interesse des ursprünglichen Lizenzgebers Piaggio, dass das Werk weiterhin Vespas für den Markt herstellte. Daher wurden italienische Rahmen aus Pontedera angeliefert, um im Augsburger Werk mit den noch vorhandenen Teilen der Messerschmitt-Vespas fertiggestellt zu werden. Es scheint auch so, dass Piaggio die Kapazität für eine zukünftig geplante Massenproduktion im bestehenden Augsburger Werk austesten wollte.


Am 6. Februar 1958 war die Neuordnung der Aktienanteile am Augsburger Werk abgeschlossen und die neugegründete Vespa Augsburg GmbH, an der Piaggio nun 100% der Anteile besaß, übernahm die Herstellung der Vespa in Deutschland. Die Zeit strittiger Lizenzfragen war somit vorbei, da der Lizenzgeber selbst jetzt auch der Eigentümer des Augsburger Werks war. Die Herstellung der Vespa in Deutschland wurde nun in weit größerem Maßstab fortgeführt. Die Vespas wurden wieder mit in Deutschland hergestellten Rahmen zusammengebaut und obwohl Rahmenkürzel und nummern aus Messerschmitt-Zeiten weiterhin verwendet wurden, entfiel das Messerschmitt-Emblem auf dem Beinschild der produzierten Augsburg-Vespas, das nun nur noch der hohlgeprägte Vespa-Schriftzug zierte. Auch auf dem deutschen Typenschild stand nun als Hersteller nicht mehr Vespa - Messerschmitt GmbH, sondern Vespa – GmbH Augsburg. Gleichzeitig wurde das rechteckige Hella-Rücklicht durch das Schwanenhals-Rücklicht ersetzt.


Das übergangsweise für den Exportmarkt produzierte Modell wurde aus italienischen Karosserieteilen der VGL1T zusammen mit den typischen Anbauteilen der Messerschmitt-Vespa VD2T (T/3) in italienischen Rahmen aus Pontedera zusammengesetzt. Charakteristisch für dieses Modell war eine Lackierung in Burgunder-Rot, Hella-Elektrik, silberne Kabelbäume nach dem Messerschmitt VD2T-Schaltplan, Hella-Hupe, der Lenkkopf mit rechteckigem VDO-Tacho bis 120 kmh, Hella-Zündschloss, runde Hella- oder Scharlach-Scheinwerfer, Hauptständer mit gekröpften Füßen, typisch deutscher Auspuff-Schalldämpfer, Boge-Dämpfer, verchromte Vorderrad-Feder, Trommelbremsen der italienischen VGL1T mit burgunderrot lackierten Stahlfelgen, der deutschlandübliche hohlgeprägte Vespa-Schriftzug in Klebemontage, Vespa-Schriftzug auf den Gummiteilen z.B. auf Lenkergriffen oder den Ständerfüßen und Bauer-Schrauben für die Montageverbindungen. Die italienischen Stahlblech-Rahmen hatten eine Halterung für I.M.P.E.A.-Gleichrichter, die ebenfalls bei der Montage der Vespas verwendet wurden wie auch das italienische SIEM-Rücklicht mit separater Bremslichtbirne. Auch die Backen stammten aus Italien und hatten die dort üblichen Halterungen Bohrlochschema. Das Modell wurde mit Vigano-Backenzier und und einer Stoßstange am Kotflügel für den Export dieser VGL1T in die Märkte der vorgesehenen Länder ausgestattet.


Rahmen- und Motornummern wurden im Pontedera-Werk vergeben, die deutschen Nummern und Typenschilder wurden bei diesem Modell nicht verwendet, da die Lizenzierung schon geendet hatte und die Verhandlungen für die Zukunft zu Beginn der Produktion der VGL1T noch offen waren. Die Modellreihe wurde in den schwedischen Markt exportiert und bekam die Verkaufsbezeichnung „Touring“, später in Schweden auch als „Tysk Touring“ (=deutsche Touring) nach ihrer Herkunft der Herstellung bezeichnet. Zusammen mit der Exportserie wurden Messerschmitt-Ersatzteilkataloge an den schwedischen Importeur COMO M. & T. Bjerke AB in Stockholm ausgeliefert.


Die frühesten deutschen Touring-Vespas für den schwedischen Markt hatten Rahmennummern um die *010200* und die Rahmen dieser Serie wurden in Pontedera Ende 1957 bis Anfang 1958 produziert. Im frühen März 1958 wurden die ersten deutschen Touring-Vespas für den schwedischen Markt für den Straßenverkehr zugelassen. Die Gesamtproduktion der VGL1T-Rahmen in Pontedera ging 1957 von Rahmennummer VGL1T *01001* bis *010842* und 1958 von VGL1T *010843* bis *016610*. Insgesamt wurden 15.610 Rahmen mit dem Präfix VGL1T im italienischen Werk hergestellt, von denen die Messerschmitt GmbH 2.110 zu den deutschen Touring-Vespas für den schwedischen Markt montierte. Die Archive der Vespa Messerschmitt GmbH führen dieses Vespa-Modell mit der Produktbezeichnung 150 GL E (Export).



German Touring VGL1T


So, as you know Piaggio sold licenses for manufacturing Vespa’s here and there, maybe one of the most famous another airplane manufacturer that made Vespa’s was Messerschmitt. Scooters fit their product range nicely, as they were at the time manufacturing also microcars, KR and Tiger etc.


After producing a relatively small number of Vespa’s from 1955 to 1957 the licensing of Vespa Messerschmitt GmbH in Augsburg was officially ended by Piaggio in December 30th 1957. As a result the German frame production ended on hold as there wasn’t any more a license to produce them. Messerschmitt held originally 10% of the stock shares for the Vespa Messerschmitt GmbH, with Piaggio holding 90% of them. During the negotiations for rearranging the stock shares of the German Vespa production, the original license releaser Piaggio wanted the factory to keep producing Vespa’s for the market also meanwhile. To make this happen Italian frames were brought from Pontedera to be completed in the Augsburg factory with the existing Messerschmitt Vespa assembly parts. It also seems that Piaggio wanted to test the to be already planned mass production capabilities of the production in the existing Augsburg factory.


On February 6th 1958 the rearrangement of the Augsburg factory stock shares was completed and a newly founded Augsburg Vespa GmbH continued the German Vespa production, with Piaggio now holding 100% of the stock shares. There were no licensing issues any more as the original license releaser was now the owner of the Augsburg factory. German Vespa production continued in a much larger scale than before. The Vespa’s were again assembled in German made frames, and even with continuing the same frame number series as before the rearranging of the ownership. The Messerschmitt badge was taken out from the leg shield of the produced Vespa’s, now only the German type cast alloy Vespa lettering remained in the leg shields of the Augsburg production. Also the German type identification plate was changed from containing text Vespa Messerschmitt GmbH to Augsburg Vespa GmbH. Simultaneously the tail light was changed from rectangular type Hella to the swan's neck type of light.


The model produced meanwhile was built using the Italian VGL1T type sheet metal, with the Messerschmitt Vespa VD2T Touren type parts setup assembled in frames built in the Pontedera factory. Characteristics of this model were burgundy red paint colour, Hella electrics, silver coloured wiring harness, Messerschmitt VD2T circuit diagram, Hella horn, a headset with rectangular type 120kmh VDO speedo, Hella ignition switch, Hella or Scharlach front light, and a round headlight gem, German type centre stand with bent shoulders, German type muffler, BOGE shocks, chrome plated front spring, Italian VGL1T design small brakes in 10” steel wheels painted burgundy red, cast alloy German type Vespa lettering in the front attached with adhesive, Vespa text on the rubber parts, e.g. on the handles and centre stand boots, and Bauer bolts in the assembly of the parts. The Italian sheet metal frames had brackets for I.M.P.E.A. style rectifier and this was also used in the assembly of the Vespa’s, as the Italian style SIEM tail light with a separate bulb for the brake light. Also the side cowls were Italian type as the frames had the mounting brackets and bolting holes on the pattern that these required. The model was equipped with Vigano side cowl embellishers and a front mudguard protective trim used in the marketing area where these VGL1T Vespa’s were destined to be exported.


The frame and the engine numbers were given in the Pontedera factory, the German type numbers and identification plate were not used in this model as the licensing was already ended and negotiations of the future were still open in the beginning of the VGL1T production. The series ended up in the Swedish market and had a marketing name Touring, this was later nick named in Sweden as the Tysk Touring (German Touring, direct translation from Swedish), based on the manufacturing country of origin for this type of Vespa. Along with the export series Messerschmitt parts books were delivered to the local importer Como M. & T. Bjerke AB of Stockholm Sweden.


The earliest Swedish market German Touring Vespa’s had frame numbers around *010200*’s, and the frames for this series were produced in Pontedera very late 1957 to early 1958. In early March 1958 the first imported Swedish market German Tourings were registered for traffic in Sweden. Total production of VGL1T frames in Pontedera Italy was in 1957 from frame VGL1T *001001* to *010842*, and in 1958 from VGL1T *010843* to *016610*. In total 15610 frames were made with the VGL1T prefix in the Italian factory, of these Messerschmitt assembled 2110 Swedish market German Tourings. The Vespa Messerschmitt GmbH manufacturing archives show this type of Vespa with a production specification 150 GL E (Export).